Der Kauf einer Wohnung vom Bauträger ist für viele Menschen eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen im Leben. Leider ist dies auch eine Situation, in der man leicht enttäuscht werden kann, wenn man nicht sorgfältig prüft, mit wem man es zu tun hat. Ein Bauträger ist nicht der Weihnachtsmann, der Ihnen die Schlüssel zu Ihrer Traumwohnung überreicht – es ist ein Unternehmen, das mit Investitionen Geld verdient.
Wie kann man überprüfen, ob ein Entwickler nicht der „König der Pfuscher“ ist?
Ihr erster Schritt sollte darin bestehen, einfach Ihren Firmennamen in Google einzugeben. Ja, es reicht tatsächlich, wenn man auf zahlreiche Beschwerden, Abmahnungen und Geschichten über schiefe Wände, Verzögerungen und Gerichtsstreitigkeiten stößt. Es mag unprofessionell klingen, aber hier teilen Kunden häufig ihre Erfahrungen. Negative Bewertungen können mehr aussagen als eine perfekte Website.
Es lohnt sich zu prüfen, ob das Unternehmen im Nationalen Gerichtsregister eingetragen ist. Dadurch lernen Sie unter anderem:
- wie lange ist das Unternehmen bereits auf dem Markt tätig,
- wer im Vorstand sitzt,
- über welches Grundkapital es verfügt (was Gewissheit über seine Stabilität gibt),
- ob es geschlossen und unter einem anderen Namen wiedereröffnet wurde (ein häufiges Vorkommnis bei Entwicklern, die etwas zu verbergen haben).
Ich erinnere mich, dass ein Freund von mir eine Wohnung von einer Firma kaufen wollte, die auf dem Papier großartig aussah. Nach einer kurzen Betrachtung der Geschichte stellte sich heraus, dass es sich um das dritte Unternehmen mit ähnlichem Namen handelte, das demselben Eigentümer gehörte, die beiden vorherigen waren bankrott gegangen. Dadurch konnte er Probleme vermeiden, da die Bauarbeiten einen Monat später eingestellt wurden.
Wo kann ich sonst noch nach Informationen suchen?
Es kann nicht schaden, zu prüfen, ob der Entwickler Mitglied der Polnischen Entwicklervereinigung (PZFD) ist – Mitglieder dieser Organisation sind verpflichtet, den Verhaltenskodex einzuhalten. Dies garantiert zwar keine Problemfreiheit, stellt aber ein gewisses Maß an Qualität sicher.
Es lohnt sich auch, Folgendes zu überprüfen:
- CEIDG (wenn das Unternehmen ein Einzelunternehmen ist),
- Öffentliches Informationsbulletin – z. B. im Rahmen von Raumordnungsplänen,
- ePUAP oder Gerichtsportale – zur Suche nach Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Unternehmen.
Das klingt zwar nach Detektivarbeit, aber denken Sie daran: Je mehr Sie wissen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie später enttäuscht werden.
Wie vermeidet man es, einen „Pakt mit dem Teufel“ zu unterzeichnen?
Und schließlich: Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstehen. Entwickler (wenn auch nicht alle) können Bestimmungen in den Vertrag aufnehmen, die Sie überraschen könnten, z. B. eine Regelung über eine Verzugsstrafe in Höhe von 0,01 % des Wohnungspreises pro Tag. Es ist praktisch nichts, aber wenn Sie derjenige sind, der mit der Zahlung im Rückstand ist, kann die Strafe viel höher ausfallen. Es ist immer sinnvoll, den Vertrag von einem Außenstehenden (z. B. einem Anwalt) sorgfältig lesen zu lassen.
Der Kauf einer Wohnung von einem Bauträger ist eine schwerwiegende Entscheidung, die Vorsicht erfordert. Je besser Sie das Unternehmen kennen, mit dem Sie einen Vertrag abschließen möchten, desto weniger Überraschungen werden Sie erleben. Informationen suchen, Fragen stellen, prüfen. Es ist Ihr Geld, Ihre zukünftige Wohnung, Sie haben jedes Recht, neugierig zu sein. Die Geschichte des Bauträgers ist nicht nur Vergangenheit, sondern auch Vorbote einer Zukunft, die dazu neigt, sich zu wiederholen.
Alexander Vogel
